Diese Geschichte handelt von einem echten „heimlichen Millionär” namens Alan Yeomans. Der 61-jährige Reiche führte viele Jahre lang das Finanzamt, seine Nachbarn und die Polizei an der Nase herum, beging aber schließlich einen großen Fehler…
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Von außen sah alles so aus:
Ein gewöhnlicher älterer Brite führte ein armseliges Leben in einem schäbigen Schuppen, nachdem er infolge einer Insolvenz sein gesamtes Vermögen verkaufen musste.
Der Mann hatte alles verloren und musste sich ein neues Leben aufbauen. Er zog in die Hütte und renovierte sie ein wenig. Alan hatte keinen Kontakt zu seinen Nachbarn und führte ein bescheidenes, fast asketisches Leben.
Jedes Jahr erschien der Engländer pflichtbewusst vor Gericht, wie es das Insolvenzverfahren vorschrieb, das vor einigen Jahren endete.
Die Gläubiger des Geschäftsmannes hatten ihn längst vergessen, da sie verstanden hatten, dass sie nichts zu holen hatten.
Die Geschichte nahm eine völlig andere Wendung, als Yeomans vergaß, rechtzeitig vor Gericht zu erscheinen, um einen Bericht über seine finanzielle Situation vorzulegen.
Das war sein fataler Fehler… Als die Polizisten zum Haus des Engländers kamen, das von außen wie ein unscheinbarer, nur ziemlich großer Schuppen aussah, trauten sie ihren Augen nicht!
Das alte, von außen heruntergekommene Gebäude entpuppte sich als… ein wahrer Palast!
Überall herrschte blendender Prunk! Allein schon die dekorativen Paneele aus exotischem Holz machten einen gewaltigen Eindruck, ganz zu schweigen von den antiken Möbeln und den teuren goldenen Ornamenten auf den Teppichen!
Nach vorläufigen Schätzungen von Fachleuten kostete die Fertigstellung dieses „Sitzes” Alan eine enorme Summe – etwa 1,5 Millionen Pfund. Darüber hinaus hatte der Geschäftsmann diesen Reichtum geschickt versteckt, indem er ihn als gewöhnlichen Metallhangar tarnt!
Im Inneren der Residenz befanden sich eine Bibliothek mit seltenen Büchern, wertvolle Figuren und teure Gemälde. Mit einem Wort – der Engländer lebte auf wirklich hohem Niveau!
Kein Wunder, dass die Polizei sehr daran interessiert war, woher der „Bankrotteur” das Geld für solche Luxusgüter hatte.
Schließlich legte Alan jedes Jahr Berichte über seinen Vermögensstand vor, der laut den Unterlagen geradezu erbärmlich war.
Die Polizei führte Ermittlungen durch, die einfach unglaubliche Fakten ans Licht brachten!
Es stellte sich heraus, dass Alan ein Vermögen von zwei Millionen besaß, das er keineswegs durch ehrliche Arbeit erworben hatte. Er war Händler illegaler Substanzen, die er auf seinem Grundstück anbaute.
Hinzu kamen Geldwäsche und illegaler Strombezug. Trotzdem gelang es dem Betrüger, die Justiz ganze fünfzehn Jahre lang zu täuschen!
Und der Millionär, der seinen luxuriösen Palast und sein schmutziges Geschäft so lange geheim gehalten hatte, geriet nur deshalb so kläglich in die Hände der Justiz, weil er mit der Vorlage seines Finanzberichts zu spät dran war.
Meistens fliegen große Betrügereien gerade durch solche Kleinigkeiten auf, denen der Verbrecher, überzeugt von seiner Straffreiheit und Einzigartigkeit, einfach keine Beachtung mehr schenkt.
Es wurde ein Haftbefehl und die Beschlagnahmung des Vermögens des Drogenhändlers angeordnet, und Alan verbüßt bereits seine Strafe.
Das Gericht konnte nachweisen, dass der Mann nicht nur verbotene Pflanzen verkaufte, sondern auch illegal Waffen kaufte und lagerte und heimlich mehrere Unternehmen leitete.
Der versteckte Millionär gestand alle Straftaten und erklärte sich bereit, seine verdiente Strafe zu verbüßen.
Das Gericht verurteilte den Betrüger zu 6,5 Jahren Haft. Während der Verhandlung schockierte alle die Tatsache, dass der Mann 15 Jahre lang sein Vermögen versteckt hatte, ohne dass seine Nachbarn oder die Strafverfolgungsbehörden auch nur den geringsten Verdacht gehegt hätten.
